Call for Papers: Internationale Konferenz zu Sprachnormen und Sprachgebrauch auf Föhr

Vom 8. bis 10. September 2027 findet in der Ferring-Stiftung in Alkersum auf Föhr eine internationale Konferenz unter dem Titel „Matching and Contrasting Norms and Usage in Minoritized Language Varieties“ statt. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis zwischen sprachlichen Normen und dem tatsächlichen Sprachgebrauch in Minderheiten- und Regionalsprachen sowie Dialekten. Interessierte können bis zum 31. Dezember 2026 Beiträge einreichen.

Die Konferenz beschäftigt sich mit einer zentralen Frage der Soziolinguistik: Wie lassen sich sprachliche Vielfalt und die Standardisierung kleinerer Sprachen miteinander vereinbaren? Während die Festlegung sprachlicher Normen zur Förderung und Stärkung von Minderheitensprachen beitragen kann, besteht zugleich die Gefahr, dass bestimmte Sprachvarianten abgewertet oder ausgeschlossen werden.

Die Veranstalter laden zu Beiträgen ein, die sich unter anderem mit Debatten über Sprachnormen, der Erstellung von Wörterbüchern und Grammatiken, der Weitergabe von Sprachen zwischen den Generationen sowie dem Sprachgebrauch in Bildung und Medien befassen. Auch neue Möglichkeiten der Sprachbeschreibung durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz stehen im Fokus.

Als Hauptrednerinnen und Hauptredner sind Silvia dal Negro (Freie Universität Bozen), Ruth Kircher (European Centre for Minority Studies, Flensburg) und Hans Boas (University of Texas at Austin) angekündigt.

Einreichung von Beiträgen: Interessierte werden gebeten, eine Zusammenfassung ihres geplanten Beitrags von 120 bis 200 Wörtern in deutscher oder englischer Sprache bis zum 31. Dezember 2026 an Robert Kleih, Direktor der Ferring-Stiftung, zu senden: r.kleih@ferring-stiftung.de.

Dem Organisationskomitee gehören Robert Kleih (Ferring-Stiftung), Nils Langer (Europa-Universität Flensburg), Christoph Winter (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) und Christoph G. Schmidt (Nordfriisk Instituut) an.

Weitere Informationen und den vollständigen Call for Papers gibt es auf der Webseite der Ferring-Stiftung.