600 Jahre nordfriesische Freiheitsrechte: FUEN-Arbeitsgemeinschaft NKS würdigt Bedeutung kleiner Völker und Sprachen in Europa
In Boldixum auf Föhr wurde am 17. Juni ein besonderes Jubiläum begangen: 600 Jahre nordfriesische Freiheitsrechte. Im Mittelpunkt stand die sogenannte Siebenhardenbeliebung vom 17. Juni 1426, mit der zentrale nordfriesische Volksrechte erstmals schriftlich festgehalten wurden.

Anlässlich des Jubiläums fand ein Festakt statt, der zahlreiche hochrangige Gäste zusammenbrachte. Unter ihnen war auch Johannes Callsen, Minderheitenbeauftragter des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein. Callsen bezeichnete die Siebenhardenbeliebung als „politischen Meilenstein und Symbol für Freiheit“. Weiter sagte er: „600 Jahre nordfriesische Freiheit erinnern uns nicht nur an die Vergangenheit. Sie erinnern uns auch daran, dass kulturelle Vielfalt, regionale Identität und demokratische Teilhabe immer wieder neu gepflegt und geschützt werden müssen.“

Für die FUEN nahm Vizepräsident Bahne Bahnsen, Sprecher der FUEN-Arbeitsgemeinschaft Non-Kin-State, an dem Festakt teil. In seiner Rede betonte er die Bedeutung dieses Tages für die Nordfriesen und für andere kleine Völker in Europa. Zugleich machte er deutlich, wie wichtig kleine Kulturen und Sprachen für die Vielfalt unseres Kontinents sind.

Die nordfriesische Volksgruppe gehört zu den autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen in Europa, die keinen eigenen Kin-State haben. Gerade deshalb ist ihr Einsatz für Sprache, Kultur und politische Teilhabe ein wichtiges Beispiel für die Arbeit der FUEN-Arbeitsgemeinschaft Non-Kin-State.

Die FUEN-Arbeitsgemeinschaft NKS gratuliert der friesischen Volksgruppe herzlich zu diesem besonderen Jubiläum und dankt dem Nordfriisk Instituut sowie dem Frasche Rädj / Friesenrat Sektion Nord für ihre Arbeit rund um dieses Jubiläumsjahr.

